Dreizehn motivierte Helfer*innen trafen sich am 10. Juni um 8.30 Uhr beim Bahnhof Steckborn, um tatkräftig einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten.
Erstes Ziel war das verwunschene Naturschutzgebiet «Grauer Stein» oberhalb der Glarisegg. Hier bedroht der Adlerfarn die Vielfalt der Orchideen und anderer seltener Pflanzen wie Immenblatt und Schwalbenwurz.
Die Arbeit der vergangenen Jahre ist sichtbar. Nordamerikanische Goldrute und Berufkraut, beides invasive Neophyten, sind durch regelmässiges Entfernen seltener geworden. Mit dem Adlerfarn wird die fleissige Gruppe in einer guten Stunde fertig. Immer wieder hörte man erstaunte Stimmen: «Oh, wie schön – aufpassen, Orchidee – ah, Bienenragwurz – Knabenkraut – Zweiblatt – was ist das? Schmerwurz? Noch nie gehört!» Nebst der Blumenpracht und den interessanten Gesprächen wurden die Fleissigen auch von Rotkehlchen, Zaunkönig und Mönchsgrasmücke unterhalten.
Nach dem stärkenden Znüni, den die Stadt Steckborn den Freiwilligen offerierte, teilte sich die Gruppe auf. Nun wurde in drei verschiedenen Schutzgebieten weitergearbeitet.
Im Chapferloch ist es nach wie vor das einjährige Berufkraut, das Sorge bereitet. In der Melbommer Kiesgrube braucht die Nordamerikanische Goldrute immer noch viel Aufmerksamkeit und im Härdli der Adlerfarn. Aber die Arbeit der vergangenen Jahre ist sichtbar und zeigt Wirkung. Die Problempflanzen in den Schutzgebieten können in Schach gehalten werden.


